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8. Mitteldeutscher Gesundheitstag    

     

"Wenn Du schnell gehen willst,
geh allein,
Willst Du weit gehen,
geh` zusammen mit Anderen."
                                    Sprichwort der Tuaregs

 

Sehr geehrte Damen und Herren,

der diesjährige 8. Mitteldeutsche Gesundheitstag, ein fester Bestandteil des Mitteldeutschen Gesundheitsforums, steht unter dem  Motto:

" 23 Jahre Wiedervereinigung - Was war, was ist, was muss noch kommen "

Seit dem Beitritt der DDR zum Geltungsbereich des Grundgesetzes sind 23 Jahre vergangen. Als die Macht der SED gebrochen war, wählten die Bürgerinnen und Bürger der DDR den möglichst raschen Beitritt. Der weitgehend gewaltlose Untergang des SED Staates und die Wiedererlangung der deutschen Einheit im Einklang mit allen Nachbarn beendete die Nachkriegszeit.

Die Deutschen haben entschlossen in Angriff genommen, was ihnen die Transformation abverlangte. Die im Grundgesetz formulierte „Herstellung gleichwertiger Lebensverhältnisse“ bleibt allerdings eine Herausforderung.

In der jüngeren Generation spielt es langsam jedoch weniger eine Rolle, ob jemand im Erzgebirge oder in der Eifel zur Welt gekommen ist. Die Schablonen „Ossi“ und „Wessi“ muten teilweise schon wie verhallendes Echo an.

Der schnelle Aufbau eines einheitlichen Gesundheitssystems war eine der größten gesellschaftlichen, qualitativen und monetären Herausforderungen der Wendezeit. Die Krankenhäuser waren baulich und technisch hoffnungslos veraltet, wie auch die logistische Versorgungsstruktur, mit Ausnahmen, wie z.B. das Regierungskrankenhaus Buch-Berlin. Medikamentenversorgung und technische Ausstattung waren nicht auskömmlich. Die Aufrechterhaltung der medizinischen Versorgung in der DDR ist alleine den Mitarbeitern und Mitarbeiteren zu verdanken. Polikliniken waren im bundesdeutschen Gesundheitssystem unbekannt,  private Arztpraxen wurden in der DDR nur ausnahmsweise geduldet. Für die Fachärzte hatte dieses zur Folge, dass sie sich niederlassen mussten. Auf alle Teilnehmer des Systems kamen völlig neue Finanzierungsmodelle, Kulturwandel und eine robuste Wettbewerbssituation zu. Eine schier gigantische Aufgabe!

Die Beschäftigung mit Innovationen, Lösungen, Ergebnissen und noch zu setzenden Zielen für die kommenden Jahre, ohne eine Rückschau in die eigene Vergangenheit gemacht zu haben, ist so wie Autofahren ohne einen Blick in den Seiten- oder Rückspiegel geworfen zu haben. Ohne Vergangenheit und ohne Gegenwart gäbe es auch keine Zukunft, die lebenswert erscheint. Deshalb gilt es, die Vergangenheit der letzten Jahre nicht aus dem Blick zu verlieren, die Gegenwart zu leben und die Zukunft zu gestalten. Und sicher ist – aus der Transformation des Gesundheitswesens im Osten kann auch der Westen viel lernen. Denn dort steht ein ähnlicher – wenn auch nicht ganz so tiefgreifender - Prozess noch bevor.

Dabei fand im Umbau der Versorgungslandschaft keineswegs eine Revolution statt: Die Veränderungen vollzieht sich langsam, mit manchen Schleifen und vielen Diskussionen.

Im deutschen und europäischen Gesundheitswesen ist Wandel jedoch die Regel und Beständigkeit die Ausnahme. Insofern haben wir es mit einer evolutionär anmutenden, dauerhaften Baustelle zu tun.

Noch nie waren Themenfelder, mit denen die Akteure im Gesundheitsmanagement und in der Gesundheitspolitik konfrontiert sind, jedoch so komplex und so schnell zu lösen, wie heute; kaum ein betrieblicher Bereich in der Gesundheitswirtschaft ist nicht von weit reichenden Neuerungen und finanzpolitischen Erwägungen betroffen.

Der Aufbau dauert an– abgebaut ist Motivation schnell. Was dagegen hilft? Schauen wir auf die, die sich ihre Begeisterung erhalten.

Dafür, wie der Pfad zwischen alten Werten und neuen Konzepten aussehen kann, gibt es leider kein Rezept. Bei sich zu sein, sich nicht zu täuschen und sich mit Kollegen und anderen Handlungsakteuren auszutauschen, ist Strategie dieser Veranstaltung.

Diese Initiative, dieses Mitteldeutsche Gesundheitsforum, steht unter der Schirmherrschaft des Freistaates Sachsen. Es ist das Netzwerkforum in Deutschland.  In enger Kooperation mit Partnern aus Gesellschaft, Politik und Industrie werden unbeeinflußt von politischen und wirtschaftlichen Richtungen Foren und Workshops veranstaltet, so auch der einmal im Jahr in Leipzig durchgeführte Mitteldeutsche Gesundheitstag. Und besonders erfreut sind wir, dass bereits im Januar 2014 eine Veranstaltung im Rahmen des Mitteldeutschen Forums folgen wird, die die Themenschwerpunkte aufgreifen und punktuell intensivieren wird. Ich lade Sie ein, den Weg des Betrachtens, der Erkenntnis und der Entwicklung von Zukunftskonzepten gemeinsam mit uns von Beginn an zu gehen.

Es wird bewusst in der Regel keine Teilnahmegebühr erhoben. Eine begrenzte Teilnehmerzahl, die sich wohltuend von den üblichen Veranstaltungen abhebt, sichert jedoch einen fruchtbaren Austausch und ein Kennenlernen.

Wir blicken daher mit großem Interesse dieser Initiative des Mitteldeutschen Gesundheitsforums entgegen.

Die Partner des 8. Mitteldeutschen Gesundheitstages hoffen auf einen intensiven Gedankenaustausch, eine lebhafte Diskussion und freuen sich auf Ihr Kommen.


Ihr Martin Henze, CEO

GSK Strategy Consultants International